16. Oktober 2018: BIGBIM wird staatl. anerkannte Umweltvereinigung und erhält damit das Recht zur Verbandsklage

15. September 2018: BAHNLÄRM Westtrasse Trier: SWR-Bericht

17. Mai 2018, 19 Uhr Hotel Traube in Hatzenport: Infoveranstaltung der BIGBIM

19. April 2018: Mitgliederversammlung 2018

19.00 Uhr Kleins Fronhof, Winningen. Bitte Termin vormerken. Gesonderte Einladung und Tagesordnung erfolgt fristgerecht  an die Mitglieder.

18. Januar 2018: BIGBIM in Oberfell

Am 18. Januar findet um 19.00 Uhr in Oberfell unser nächste Informationsveranstaltung statt. Der Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.

16. Januar 2018: Arbeitskreis Bahnlärm Rhein-Mosel gegründet

Gemeinsam mit den Bürgerinitiativen aus Neuwied, Weißenthurm, Leutesdorf und Bad Hönningen haben wir uns zu diesem Arbeitskreis zusammengefunden, um unseren überregionalen Forderungen nach Anwohnerschutz an den Bestandsstrecken der DB eine noch lautere Stimme zu verleihen. Unsere erste Aktion war das Verfassen eines Schreibens an die Bundestagsparteien CDU/SPD, in dem wir für die Koalitionsverhandlungen konkrete Forderungen betreffs Bahnlärm erhoben.

27. Dezember 2017: Baustelle Petersbergtunnel beschert Moselanern geringe Güterzugzahlen Aktuell wird der Petersbergtunnel zwischen Neef und Ediger-Eller kernsaniert. Daher wird dieses Teilstück oft gesperrt und ansonsten nur im Gleiswechselbetrieb befahren. Nach Plan soll die Sanierung am 08.12.2018 abgeschlossen werden. Bis dahin wird die Moselstrecke durch internationalen Gütertransit nur eingeschränkt befahren. Genießen Sie die relative Ruhe – es ist die Ruhe vor dem Sturm, denn nach Fertigstellung der Bauarbeiten werden uns 180-240 Zugdurchfahrten pro Tag prognostiziert (Planung DB Netz AG).

12. September 2017: Demo in Neuwied

 

August 2017: Immer mehr Moselgemeinden unterzeichnen die Bahnlärmerklärung der Mosel-Bürgermeister 2017-08-25 Bahnlärmerklärung Kommunen

 

19. August 2017: Die Ortsgemeinde Pommern / Mosel tritt der BIGBIM bei.

 

WICHTIG!
Das Eisenbahnbundesamt führt aktuell – und nur noch bis zum 25.08.2017! – eine Onlinebefragung an den Bahnstrecken durch. Anwohner sollen angeben, wo genau und wie stark sie sich durch Eisenbahnlärm betroffen fühlen. Dort, wo besonders viele Anlieger sich melden, werden zukünftig Lärmschutzmaßnahmen mit Priorität geplant.

Hier besteht also die Möglichkeit für Sie, sich direkt für Lärmschutzmaßnahmen vor Ort einzusetzen. Registrieren Sie sich und nehmen Sie an der Umfrage teil. Bitte verbreiten Sie diese Nachricht weitestmöglich in Ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis!

Hier kann man teilnehmen (Registrierung ist erforderlich, das ist nur ein Sache von wenigen Minuten):

https://www.laermaktionsplanung-schiene.de

ACHTUNG Terminänderung:

Die Podiumsdiskussion mit Vertretern von DB, DEHOGA (Hotel- und Gaststättenverband), der CDU-Mittelstandsvereinigung und der BIGBIM findet nun statt

am Mittwoch, 30.08.2017 um 19.00 Uhr im Hotel Pistono, Dieblich.

18.05.2017 Ab sofort erhältlich in den Größen A6 und A7: Aufkleber

12. Mai 2017: MdB Detlev Pilger sicher Unterstützung zu

Bei einem Ortstermin am Winninger Eisenbahnviadukt schloss sich MdB Pilger den Forderungen der BIGBIM nach Sanierung der Bahnanlage sowie nach Einrichtung eines „Beirat Leiseres Moseltal“ an.

 

11. Mai 2017 Pressemitteilung

Eisenbahnviadukt Winningen – Modernisierung gefordert
Die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal (BIGBIM e.V.) fordert Maßnahmen zur Verminderung von bahnbedingtem Lärm und Erschütterungen in der Ortslage Winningen. Schwerpunkt dabei ist die technische Modernisierung des Eisenbahnviaduktes von Winningen.
Im Einzelnen werden gefordert:
– Der Einbau von Unterschotterdämmmatten im Schottertrog des Eisenbahnviadukts Winningen
– Der Einbau von Schienenstegdämpfern entlang der gesamten Ortslage
– Der Einbau von schalldämmenden, niedrigen Geländerausfachungen entlang der Ortslage
– Die Reduzierung der maximalen Fahrgeschwindigkeit auf dem historischen Viadukt
von derzeit 90 km/h auf 70 km/h
– Die Verlegung des bestehenden Brems- und Beschleunigungspunktes (derzeit: unmittelbar am
Beginn des Viaduktes in der Ortslage) auf außerhalb der Ortslage
– Das Ersetzen der historischen Stahlrollenlager des Viaduktes durch zeitgemäße,
erschütterungsdämpfende Brückenlager
Zur Begründung:
Das Eisenbahnviadukt von Winningen ist 1876 in Betrieb fertiggestellt und in Betrieb genommen. Es ist damit eines der ältesten hochbelasteten Bahnbauwerke in Deutschland. Es verläuft auf einer Länge von ca. 350 m direkt vor der Wohnbebauung an der Moselfront und ist ortsbildprägend. Bis auf eine Traglasterhöhung im Zweiten Weltkrieg sowie den Einbau von Betonschwellen ist es seit der Erbauung technisch unverändert geblieben.
Die Entwicklung und der Ausbau des Schienengüterverkehrs an der Mosel: Bis in die 1990er Jahre wurde die Strecke von täglich im Mittel 50 Zügen befahren, jedoch nur im Ausnahmefall während der
Nachtzeit von 22-06 Uhr. Die Höchstgeschwindigkeit betrug ca. 70 km/h, gefahren wurde auf erschütterungsdämpfenden Holzschwellen.
Zu Beginn der 2000er Jahre wurde die gesamte Moselstrecke auf Betonschwellen umgebaut. Dies hatte eine drastische Zunahme von Lärm und Erschütterungen zur Folge. Die an der Mosel gefahrene Höchstgeschwindigkeit von Güterzügen beträgt mittlerweile 120 km/h. Nach Fertigstellung der Ausbauarbeiten an den Tunneln plant die DB Netz mit einer täglichen Belastung von ca. 180 Zügen, das bedeutet eine Zugdurchfahrt alle acht Minuten, Tag und Nacht gleichermaßen. Diese Frequenz soll bis 2025 um weitere 30 Prozent gesteigert werden.
Durch die hohe Zugfrequenz, die hohe Fahrgeschwindigkeit und die technisch veraltete Konstruktion sowohl des Bauwerks als auch der Züge selbst ist die anliegende Winninger Bevölkerung unerträglichen Belastungen ausgesetzt. In Wohnräumen an der Strecke sind Lärmimmissionen bis 103 dB/A bei Güterzugdurchfahrten gemessen worden; gravierende Gesundheitsauswirkungen bis hin zu frühem Tod sind die inakzeptablen Folgen für Bahnanlieger. Die vom Bauwerk in den Untergrund geleiteten Erschütterungen schädigen überdies historische Bauwerke.
Die Gesundheit der Einwohner, die Entwicklung der touristischen Wirtschaft und die Immobilienwerte leiden unter dem miserablen technischen Niveau der Bahninfrastruktur und des „rollenden Materials“.
Die BIGBIM e.V. sowie der Gemeinderat Winningen (Ratsbeschluss vom 03. Mai 2016) fordern daher die verantwortliche DB Netz AG sowie die Landes- und Bundespolitik dazu auf, das Winninger
Eisenbahnviadukt endlich einer technischen Modernisierung zu unterziehen.
Ebenso fordert die BIGBIM das Ersetzen der veralteten Güterzugflotte durch moderne Bahnfahrzeuge mit niedrigen Lärmemissionen unter 80 dB (analog zu LKW).
Bahn und Politik müssen handeln!

16. März 2017 Pressemitteilung

Bürgerinitiative fordert Lärmschutz an der Mosel

Güterzugbelastung steigt stark – Maßnahmenprogramm gefordert

 Die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal (BIGBIM e.V.) fordert angesichts des derzeitig laufenden Ausbauprogramms der Bahnstrecke an der Mosel den Einbau von Lärm- und Erschütterungsschutzeinrichtungen an der Strecke.

Hintergrund sind die prognostizierten Zugfrequenzen von bis zu 240 Zügen / Tag bis 2025. „Die Bahnunternehmen investieren hohe Millionenbeträge in den Ausbau der Strecke. Alle Tunnel werden saniert oder erweitert, die Oberleitungen und die Signaltechnik erneuert. Alles wird getan, damit der Güterverkehr künftig noch schneller die Mosel passieren kann“, so Max Op den Camp, Vorsitzender der Bürgerinitiative. „Doch die Bahn tut nichts und die Politik wenig, um die Anwohner und die Touristen im Moseltal vor dem immensen und immer weiter steigenden Lärm, den Erschütterungen und dem Feinstaub zu schützen. Weder hat sich die Fahrzeugtechnik in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt, noch hat der Anwohner an einer Bahnstrecke irgendein Recht auf zeitgemäßen Immissionsschutz. Und über das, was eigentlich getan werden müsste redet in der deutschen Politik keiner: nämlich den Neubau eines modernen Güterverkehrsnetzes außerhalb der Wohnorte, wie es in den Niederlanden oder Österreich geschieht. Die Umweltbelastungen durch Güterzüge machen krank und werden unsere Region nachhaltig schädigen. Jeder weiß das, aber die Politik schaut einfach zu.“

Im Mittelrheintal werden aufgrund einer Sondervereinbarung aktuell 73 Millionen Euro in freiwillige Lärmschutzmaßnahmen investiert. Damit werden zahlreiche Einzelmaßnahmen wie Schienenstegdämpfer, Gleisschmieranlagen sowie hohe und niedrige Lärmschutzwände finanziert.

„Was am Rhein getan wird, muss auch für die Mosel möglich werden“, so die Forderung der Bürgerinitiative.

 

09. März 2017

Endlich aufgeklärt ist der große Bahnunfall am Mittelrhein 2013. Dabei waren Güterwaggons aus dem Gleis gesprungen und vom Lokführer unbemerkt 11 km neben den Gleisen her gezogen worden. Es wurden durch die neben der Spur laufenden Wagen Signalmasten abgeräumt und der Gleisschotter geschossartig auf umliegende Häuser verteilt; dort wurden große Schäden verursacht. Glücklicherweise gab es keine Personenschäden.

Die Ursache in Kurzform: Das uralte Gleisbett (Bauzeit 1850er Jahre) verfügt genau wie an der Mosel über nirgends verzeichnete und daher niemals gewartete Entwässerungsrinnen. Wenn diese Systeme verstopfen, unterspült es Gleise, diese sacken dann ab und können zu Entgleisung führen.

Das bestätigt das, was wir bereits seit Jahren sagen: Die Uraltstrecken an Rhein und Mosel sind ungeeignet für die Durchleitung des internationalen Güterzugverkehrs. Weder die Streckenführung (Mosel: 1870er Jahre) durch die Dörfer als solche noch der Gleisunterbau sind für diese Belastungen ausgelegt. Wer Güter auf der Schiene will, muss auch für die Infrastruktur sorgen. Neue Strecken und moderne, leise fahrende Züge.

Ein „Weiter so“ darf es bei der Güterbahn nicht geben!

Nähere Info:

http://hessenschau.de/gesellschaft/wasser-im-gleisbett-fuehrte-zu-mittelrheintal-zugunglueck,ursache-zugunglueck-lorch-100.html

09. Februar 2017 Wir haben einen neuen Vorstand. Bei der Jahreshauptversammlung wurden neu in den Vorstand gewählt: Josef Oster.

03. Februar 2017 Gespräch in Winningen mit Jutta Blatzheim-Rögler, stellv. Fraktionsvorsitzende und verkehrspol. Sprecherin Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz. Thema: Verbesserungsmöglichkeiten an der Moselstrecke sowie unsere landespolitischen Forderungen.

17. Januar 2017 Gespräch in Mainz mit der verkehrspolitischen Sprecherin der CDU-Fraktion, Gabriele Wieland, MdL Josef Dötsch und MdL Thomas Weiner

12. Dezember 2016 Bei einem Gespräch mit Vertretern der DB Netz und der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel haben wir unseren Protest gegen die Erteilung von in 2016 bisher 47 Ausnahmegenehmigungen zu Nachtbauarbeiten am Gleis bekundet. Es kann nicht sein, dass für die DB-Unternehmen das Landesimmissionsschutzgesetz regelmäßig außer Kraft gesetzt wird, nur um dem Unternehmen Kosten zu sparen. Der Gesundheitsschutz der Anwohner hat dem vorzugehen!

Plakat Demo Koblenz16 Endfassung

25. Mai 2016 Der Info-Flyer unserer BIGBIM ist fertig. Klicken zum Download: Flyer_Bahnlärm

24. Mai 2016 Ortsgemeinderat Alken / Mosel beschließt den Beitritt zur BIGBIM e.V.

28. April 2016 Bundestagspetition gestartet: Bürgerinitiativen am Mittelrhein fordern Aufnahme einer Umgehungsstrecke für das Mittelrheintal in den Bundesverkehrswegeplan. Mitzeichnen hier Klick mich

27. April 2016 „TAG GEGEN LÄRM“ – Mahnwache in Koblenz

Gemeinsam mit anderen Initiativen beteiligt sich unsere Bürgerinitiative an der Mahnwache gegen Lärm. Treffpunkt: 16.00 Uhr, Koblenz Löhrrondell

12.02.2016 Bad Hönningen

2016-02-02 FWG-Plakat

03.02.2016 Ortsgemeinderat Winningen beschließt den Beitritt zur BIGBIM e.V.

Dezember 2015 Die Ortsgemeinden Kobern-Gondorf und Lehmen treten der BIGBIM e.V. bei

20.11.2015 Podiumsdiskussion: „volle Hütte“ in Winningen

Die Podiumsdiskussion „Moseltal und Güterzugtransit“ wurde von deutlich mehr als 100 Moselanern besucht, der Saal bot mit seinen 95 Stühlen war inklusive Stehplätzen gerade so ausreichend. Eine gute Zusammenfassung finden Sie auf unserer Facebookseite, dort kann der SWR-Landesschaubericht angeschaut werden.

16. November 2015 Moseltal und Güterzugtransit – Wirtschaftsinteressen contra Lebensraum?

Hochkarätige Podiumsveranstaltung mit Publikumsbeteiligung. Eintritt frei.

Plakat_Bahnlärm_A2_151017

 

23.09.2015 Per einstimmigem Gemeinderatsbeschluss tritt die Ortsgemeinde Brodenbach / Mosel der BIGBIM e.V. bei.

 

14.09.2015 Vorstandssitzung  2015-09-14 VS Protokoll

 

08.09.2015 Dienstags-Demo gegen Bahnlärm in Neuwied

Als Hauptredner der Veranstaltung hielt der Vorsitzende unserer Bürgerinitiative diese Rede: 2015-09-08 Rede Neuwied

 

27.08.2015 Per einstimmigem Gemeinderatsbeschluss tritt die Ortsgemeinde Burgen / Mosel der BIGBIM e.V. bei.

 

25.08.2015 EU-Verkehrskommissarin Bulc: Geplantes Fahrverbot ab 2020 für laute Güterzüge nicht mit EU-Recht vereinbar

Angeregt durch den großen politischen Druck, den die Bürgerinitiativen erzeugt haben, hat die Bundesregierung bzw. Verkehrsminister Dobrindt für 2020 ein Durchfahrverbot für alle Güterzüge mit Graugussbremsen angekündigt.

EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc hat in einem Brief an die Bundesregierung für diesen Fall den Widerstand des EU-Kommission angekündigt. Vielmehr solle auf eine EU-weite Regelung ab dem Jahr 2022 gewartet werden.

Wir Bürger von der Mosel protestieren aufs Schärfste gegen jede weitere Verzögerung von Verbesserungen beim Schallschutz. Unsere Gesundheit ist bereits zu lange von einer rücksichtslosen Frachtverkehrslobby geschädigt worden! Daher fordern wir die Bundesregierung und die Landesregierung Rheinland-Pfalz dazu auf, bei Ihrer angekündigten Linie zu bleiben: Fahrverbot für nicht umgerüstete Wagen ab 2020, ordnungsrechtliche Maßnahmen (Tempolimits etc.) falls 2016 nicht mindestens 50 % der Wagen umgerüstet sind.

Protestieren Sie direkt bei Frau Bulc: violeta.bulc@ec.europa.eu

.

07. Juli 2015: Bericht über unseren Termin mit Detlef Pilger, MdB

.
Pressemitteilung 16.06.2015

Bahnlärm: Nachtbaugenehmigung schadet dem Tourismus

Die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal e.V. protestiert gegen die Erteilung einer Nachtbaugenehmigung für die Deutsche Bahn AG.

Wie die Deutsche Bahn mitteilt (Rhein-Mosel-Info 24/2015, Seite 20), sind für den Streckenabschnitt Kobern Gondorf – Hatzenport an folgenden Wochenenden nächtliche Gleisbauarbeiten geplant:
27.06. bis 29.06.
04.07. bis 06.07.
11.07. bis 13.07.
Insbesondere die Gemeinden Oberfell, Alken, Löf, Kattenes und Brodenbach werden betroffen sein. Dies geschieht zur Haupttouristensaison, an drei aufeinander folgenden Wochenenden im 24-Stunden-Betrieb.

Damit wird nicht nur eine Vielzahl von Einwohnern, sondern auch eine sehr hohe Anzahl von touristischen Tages- und Übernachtungsgästen von Lärmemissionen bis zu 120 db/A getroffen (Einsatz von Zweiwegebagger, Gleis- und Weichenstopfmaschine, Bettenreinigungsmaschine sowie eine akustische Warnanlage).

Eine solche Zerstörung der Nachtruhe ist nicht nur eine enorme und vermeidbare Zumutung für Anwohner, sondern führt erfahrungsgemäß auch zu wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen touristischen Betriebe.

Nachtarbeiten dieser Art sind nach dem Landesimmissionsschutzgesetz grundsätzlich verboten. Ausnahmegenehmigungen können nur erteilt werden, wenn „die Ausübung der Tätigkeit während der Nachtzeit im öffentlichen Interesse oder im überwiegenden Interesse einer beteiligten Person geboten ist“. Eine solche Ausnahmegenehmigung nach §4 Abs. 3 LImSchG ist nach unseren Informationen der DB seitens der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel erteilt worden.

Das Moseltal ist in besonderem Maße touristisch attraktiv; der Tourismus ist ein zentraler Faktor in der heimischen Wirtschaft. Gerade in den Sommermonaten besteht ein öffentliches Interesse daran, dass unsere Gäste ungestört das Tal erleben und nachts ungestört schlafen können. Gäste, die nach einer schlaflosen Nacht entnervt abreisen, sind eine mehr als schlechte Werbung für unsere Region. Somit kann von einem „überwiegenden öffentlichen Interesse“ an einer Durchführung der Arbeiten nachts und am Wochenende keine Rede sein.

Daher protestiert die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal e.V. gegen die Erteilung einer Nachtbaugenehmigung durch die verantwortliche Behörde. Notwendige und planbare Gleisbauarbeiten haben – gerade in der Sommersaison – außerhalb der Wochenenden und tagsüber stattzufinden.

 

Gute Nachricht in Sachen Bahnlärm: Parlamentsgruppe erhält wichtige Zusage der privaten Waggonhalter

Berlin. – Die privaten Güterwagenhalter haben den Initiatoren der mittlerweile über 120 Mitglieder starken „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ verbindlich zugesagt, bis 2020 alle ihre rd. 69.000 Waggons umzurüsten oder zu erneuern. „Diese Waggons stehen für die Hälfte der Laufleistung im Transport des deutschen Güterverkehrs auf der Bahn. Deshalb begrüßen wir dieses Versprechen mit allem Nachdruck“, erklären die Initiatoren im Anschluss an ein Gespräch in Berlin mit der Führung des VPI – Verband der Güterwagenhalter in Deutschland e.V.
Erwin Rüddel (CDU) aus Neuwied und die beiden anderen Gründungsmitglieder der „Parlamentsgruppe Bahnlärm“, Detlev Pilger MdB (SPD) aus Koblenz und Tabea Rößner MdB (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) aus Mainz, erhielten diese Zusage von VPI-Geschäftsführer Jürgen Tuscher. An dem Treffen in Berlin nahmen als Vertreter der Bürgerinitiativen auch Gerd Kirchhoff von der Bürgerinitiative gegen Bahnlärm e.V. und Hans-Joachim Mehlhorn, der Vorsitzende der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm, teil.
VPI-Geschäftsführer Jürgen Tuscher wies darauf hin, dass man bereits über 19.000 Waggons umgerüstet habe. Insgesamt würden 40.000 Waggons ausgemustert und durch neue mit K-Sohle (noch leiser als LL-Sohle) ersetzt, weitere 30.000 würden auf LL-Sohle umgerüstet. Bis 2016 werde der VPI gut 40 Prozent seines Bestands erneuern oder umrüsten. 2020 werde die „gesamte private Flotte leise durchs Land rollen und so für den bestmöglichen Lärmschutz direkt an der Quelle, nämlich den Waggons, sorgen“, versicherte Geschäftsführer Jürgen Tuscher.
Derzeit verkehren auf dem deutschen Schienennetz insgesamt ca. 180.000 Güterwagen. Rund ein Drittel gehört der Deutschen Bahn (DB Schenker Rail), ein gutes Drittel den privaten Waggonbesitzern und weitere 60.000 Waggons ausländischen Haltern.
„Der Koalitionsvertrag sieht bekanntlich massive Sanktionen gegen diejenigen vor, die die Umrüstung ihrer Güterwagen verzögern oder verweigern. Die privaten Betreiber sind in Sachen Umrüstung offenbar auf einem guten Weg. Davon haben wir uns bei diesem Gespräch mit dem VPI überzeugen können. Das gilt übrigens auch für die Deutsche Bahn.
Ein Problem sind die ausländischen Wagenhalter. Hier werden wir aber keine Kompromisse machen. Unsere Parlamentsgruppe fordert ein Durchfahrverbot ab 2020 für laute Züge – genau wie in der Schweiz. Dabei sehen wir etwaigen Vertragsverletzungsverfahren seitens der EU gelassen entgegen. Bei der Maut haben wir uns ja auch gegen die Bedenken der EU durchgesetzt. Wir sind entschlossen, die Menschen in Deutschland vor Umgebungslärm zu schützen. Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung geht vor“, bekräftigen die Bundestagsabgeordneten.
Noch vor der parlamentarischen Sommerpause will die „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ der Öffentlichkeit in Berlin zudem Ergebnisse des Monitorings präsentieren. Durch das Monitoring können defekte Wagen (Räder) identifiziert und gezielt zwecks Umrüstung oder Reparatur ausgesondert werden. Das trägt entscheidend zum Lärmschutz bei und verlängert überdies ihre Lebensdauer.
„Das Monitoring ist von entscheidender Bedeutung; denn je besser wir den Zustand der Waggons kennen, desto genauer können die Trassenpreise für die Waggonhalter festgelegt werden. Und wir werden weiter mit aller Kraft dafür kämpfen, den Betreibern durch eine stärkere Spreizung dieser Trassenpreise jede Lust zu nehmen, die Umrüstung ihrer Wagen hinauszuzögern“, versprachen die drei Initiatoren der Parlamentsgruppe.
„Die Halbierung des Bahnlärms bis 2020 ist in greifbarer Nähe. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Parlamentsgruppe werden wir dieses Ziel weiter konsequent und mit vollem Einsatz verfolgen – in Berlin, gegenüber Brüssel und vor Ort“, fügten die Abgeordneten hinzu.

DEMO Koblenz 09.05.15 – die wichtigsten Reden

  • Max u Lemke 72
  • Demo gegen Bahnlärm 09.05.2015 Koblenz: J. Blatzheim-Rögler (stv. Fraktionsvors. B90/GRÜNE RLP), Max Op den Camp (BIGBIM), Eveline Lemke (Wirtschaftsministerin RLP).
  • Gruppe 72
  • Krankheitsfaktor_Schienenlaerm (Prof. Greiser, Universität Bremen, veröffentlicht März 2015)